Genauigkeit bei Wohnungsübergabe und -übernahme

Vertrauen ist gut, ein Protokoll ist besser. Bei der Übernahme und auch bei der Übergabe einer Mietwohnung kann man nicht genau genug sein. Auch wenn es anfangs vielleicht ein wenig penibel wirkt, ist die Genauigkeit bei der Übernahme einer neuen Wohnung eine Grundvorrausetzung zur Vermeidung späterer Probleme oder Haftungen.

Ein schriftliches Übergabeprotokoll hilft spätere Unannehmlichkeiten zu vermeiden. - © Markus Mainka - Fotolia.com
Ein schriftliches Übergabeprotokoll hilft spätere Unannehmlichkeiten zu vermeiden. (© Markus Mainka - Fotolia.com)

Wenn eine Mietwohnung längere Zeit bewohnt wird, kann es passieren, dass der Vermieter wechselt, Ansprechpartner nicht mehr zur Verfügung stehen oder sich an persönliche Absprachen nicht erinnert wird. Darum ist auf jeden Fall darauf zu achten, dass ein schriftliches Protokoll angefertigt wird, welches beide Parteien unterschreiben.

Zustand festhalten

Dieses Schriftstück bildet die Grundlage sowohl beim Einzug als auch beim Auszug. Darin wird festgehalten, in welchem Zustand die Wohnung bei der Übernahme ist und nicht selten wird vom Vermieter dabei auf kleinere Mängel nicht so genau eingegangen, die aber beim späteren Auszug moniert werden können. Stehen diese dann nicht im Protokoll, hat der Mieter keine rechtliche Sicherheit und muss handeln. Darunter fallen allerdings nicht normale Abnutzungs- oder Verschleißerscheinungen, die mit der gezahlten Miete beglichen werden.

Auch beim Auszug ist ein schriftliches Protokoll sehr wichtig, da spätere Reklamationen vonseiten des Vermieters dann keinen rechtlichen Bestand haben, wenn die Übergabe erfolgt ist und das Übergabeprotokoll von beiden Seiten unterschrieben wurde.