Wie sieht das Finanzierungsumfeld für Immobilienkredite 2017 aus?

Wer ein Haus für die eigene Familie bauen oder in eine Eigentumswohnung einziehen will, braucht in erster Linie zwei Dinge:

Baufinanzierungen

erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit. dies liegt unter anderem an den

niedrigen Zinsen. Doch wird sich diese Entwicklung 2017 fortsetzen? 
- © Foto: @ moerschy (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Baufinanzierungen
erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit. dies liegt unter anderem an den
niedrigen Zinsen. Doch wird sich diese Entwicklung 2017 fortsetzen?

(© Foto: @ moerschy (CC0-Lizenz) / pixabay.com)

Die passende Immobilie und natürlich Geld. Für den überwiegenden Teil der Bevölkerung wird das Thema Eigenheim sicher nicht aus der Portokasse zu stemmen sein. Bei Preisen von 200.000 Euro oder mehr ist selbst das über Jahre Ersparte in aller Regel schnell aufgebraucht. Baufinanzierungen sind eines der wichtigen Geschäfte im Segment der Banken mit Privatkunden. Letztere haben in der Vergangenheit Glück gehabt. Durch die Politik der EZB mit ihren Leitzinssenkungen sind auch die Kreditzinssätze gesunken.

Beispiel: Im Januar 2013 musste ein Bauherr für seinen Kredit laut Deutscher Bundesbank noch 2,80 Prozent Sollzins in Kauf nehmen. Im Januar 2016 lag der Zinssatz für die Finanzierung mit 2,00 Prozent deutlich niedriger. Aber: Zum Jahresende 2016 hin sind die Sollzinsen für Immobilienfinanzierungen wieder gestiegen. Die Anpassung nach oben ist moderat ausgefallen. Trotzdem schauen Haushalte mit Sorge auf die Zinskurve. Wird das Baugeld in Zukunft teurer? Diese Frage ist berechtigt. Und führt ganz automatisch zum zukünftigen Finanzierungsumfeld für Immobilienkredite.

Mit einer guten

Planung und einer sorgfältigen Angebotswahl lässt sich bei der eigenen

Baufinanzierung viel Geld sparen. Es sind jedoch auch noch weitere Faktoren zu

beachten! 
- © Foto: @ geralt (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Mit einer guten
Planung und einer sorgfältigen Angebotswahl lässt sich bei der eigenen
Baufinanzierung viel Geld sparen. Es sind jedoch auch noch weitere Faktoren zu
beachten!

(© Foto: @ geralt (CC0-Lizenz) / pixabay.com)

 

Was ist in Bezug auf die Bauzinsen 2017 zu erwarten?

Wer heute abschätzen kann, auf welchem Niveau die Zinsen für Wohnungskredite morgen liegen, sichert sich die perfekte Finanzierung. Diese Ansicht ist im Grundsatz richtig. Zum Problem wird allerdings die Tatsache, dass die sichtbare Zinsentwicklung immer nur den gegenwärtigen Trend repräsentiert.

Wird zum falschen Zeitpunkt eingestiegen, ist das Darlehen teuer – entweder, weil der Kreditnehmer den Einstieg zu früh oder zu spät gewählt hat. Allerdings ist die Prognose – gerade mittel- bis langfristig – eher mit der Glaskugel zu vergleichen. Selbst die Gewissheit, dass:

- EZB Politik

- Einstellung der US Notenbank

- Entwicklung bei den Pfandbriefen

Einfluss auf den Zins haben, ändert daran wenig.

Kurzfristig wird auch 2017 eine starke Aufwärtsbewegung eher unwahrscheinlich sein. Viel hängt davon ab, welche Politik die EZB in diesem Jahr vetrtritt. Bisher sieht es nicht danach aus, als würde man sich vom eingeschlagenen Kurs abbringen lassen.

Aber: Die Fed weicht die Politik niedriger Leitzinsen inzwischen auf. Selbst nach dem Machtwechsel in Washington DC ist eher mit einem steigenden anstatt einem fallenden Zinssatz zu rechnen. Würden sich die Pfandbriefe von dieser Entwicklung mitreißen lassen, ist ein Aufwärtstrend anzunehmen. Ob dieses Ereignis tatsächlich eintritt, steht in den Sternen. Fakt ist: Die Bauzinsen bewegen sich in ein Umfeld, in dem Seitwärts- und Aufwärtstrends denkbar sind. Genaue Prognosen sind aber auch in Zukunft mit Vorsicht zu genießen.

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