Gut geplant – auch außer Haus
Das Grundstück nicht vergessen

Wird in die Aufteilung und Gestaltung der das Haus umgebenden Fläche zu wenig Herzblut gesteckt, erscheint selbst das schönste Gebäude schnell unfertig, fad oder deplatziert.Wer viel unterzubringen hat und zugleich die Wirkung des Hauses verstärken möchte, sollte gut planen.

Gut geplant – auch außer Haus - © Photographee.eu - Fotolia.com
Gut geplant – auch außer Haus (© Photographee.eu - Fotolia.com)

Der „grüne Ring" um das Haus muss vieles miteinander verbinden: die Einfahrt, Wege, Spielmöglichkeiten für die Kinder, Treppen und Zugänge, Nutz- und Ziergarten, Bäume, Hecken und Beleuchtung, möglicherweise auch einen Teich oder einen Grillplatz. Damit dies alles untergebracht werden kann und trotzdem ein harmonisches Ganzes mit der gewünschten Gesamtwirkung entsteht, sind viel Gespür, Überblick und klare Vorstellungen wichtig.

Gute Vorstellung

Grundsätzlich kann man natürlich seinem persönlichen Geschmack und den Bedürfnissen der Familie folgen, doch einige Punkte sollten dennoch beachtet werden. So kann es für Vorstellungsvermögen und Umsetzung nur von Vorteil sein, wenn der Grundstücksplan zu Rate gezogen wird. Dadurch lernt man die Dimensionen und Möglichkeiten des eigenen Grund und Bodens kennen und kann sich einen eigenen kleinen Umsetzungsplan gestalten.

Dieser Plan sollte in einem einheitlichen Maßstab gezeichnet werden – es muss dabei kein Meisterwerk entstehen, es geht nur um Einteilung und Verhältnisse – und enthält die Gegebenheiten und Unabänderlichkeiten des Grundstücks. Hierzu gehören Grenzen, Mauern, vorhandener Baumbestand und Licht- und Schattenseiten.

Wo kommt was hin

Gerade für Sitzecken und Spielmöglichkeiten für die Kinder ist es wichtig, die Sonneneinstrahlung richtig einzuschätzen. Die Kleinen sollten nicht den ganzen Tag in der prallen Sonne spielen müssen – also eher West- oder Ostseite; wer gern draußen frühstückt, sollte seine Sitzgelegenheit nach Osten ausrichten; der Steingarten mit den Sukkulenten oder der Pool können dagegen ruhig nach Süden ausgerichtet werden.

Der Stil entscheidet

Zudem sollte man sich gut überlegen, was tatsächlich gebraucht wird. Denn will man wirklich jedes Nutz- und Gestaltungselement um das Haus drapieren, kann es sehr schnell sehr eng werden und das Grundstück wirkt schnell wie zusammengeschustert. Zudem sollten nicht zu viele rechte Winkel und harte Kanten eingebaut werden. Dadurch wirkt das Grundstück schnell hart und abweisend.

Außerdem sollte immer eine Gesamtaussage angepeilt werden, die auch zum Haus passt. Ist das Gebäude eher rustikal angelegt, mit Holz und Naturstein versehen, dann sollten ähnliche Elemente, runde Formen sowie Natürlichkeit auch das Umfeld dominieren. Ist das Eigenheim eher modern und schlicht, sollten auch davor gediegene und klare Farben und Materialien vorkommen. Als Spannungspunkte und zur Auflockerung können dann ausgefallene Grünpflanzen und individuelle Beleuchtungskonzepte dienen.