Ruck Zuck: Alte Wanne raus, neue Wanne rein

Die Montage einer Wanne ist gar nicht schwer

Mit ein paar Umbaumaßnahmen lässt sich die Badewanne ausgetauschen und erneuern. - © aaphotograph - Fotolia.com
Mit ein paar Umbaumaßnahmen lässt sich die Badewanne ausgetauschen und erneuern. (© aaphotograph - Fotolia.com)

Die Installation einer neuen Badewanne erfordert zwar etwas handwerkliches Geschick, aber nur für bestimmte Bereiche Fachkompetenz. So kann die Badewannenmontage im Regelfall auch von einem Laien durchgeführt werden.

Gusseiserne Wannen sind wieder im Kommen

Während es früher fast ausschließlich schwere gusseiserne Wannen gab, werden heute überwiegend leichtere Wannen aus Stahl oder Kunststoff montiert.

Gusswannen sind zwar wesentlich schwerer als Badewannen aus modernen Materialien, aber sie haben ihre Vorteile: Sie sind stabiler und übertragen in geringerem Maße den Schall als Ausführungen aus Stahl oder PVC. Dazu sind gusseiserne Wannen heute Gebrauchsutensilie und Wohnaccessoire in einem.

Früher wurden Gusswannen entweder eingemauert und verfließt oder frei aufgestellt. Frei stehende Gusswannen erleben gerade unter Nostalgikern und Individualisten eine Renaissance.
Für die eher Funktionellen unter den Heimwerkern bieten sich jedoch Wannenkonstruktionen mit Hartschaumunterbauten an.

Wannenträgerkonstruktion und -verkleidung in einem

Zur unkomplizierten Installation von Badewannen aus Stahl und Kunststoff bietet der Handel sogenannte Hartschaumunterbauten für jeden Wannentyp an. Diese leichten Bauelemente dienen einerseits als Träger und andererseits als Verkleidung, die später verfliest werden kann. Dazu sind sie schall- und wärmedämmend ausgebildet.

Abrissarbeiten und andere Vorbereitungen

Um eine alte Gusswanne zu erneuern, muss zumeist erst der Wannenumbau entfernt werden. Bevor jedoch Hammer und Meißel in die Hand genommen werden, ist der Wasserzulauf zur Badewanne abzusperren und die Mischbatterie für den Kalt- und Warmwasserzulauf zu demontieren. Erst dann beginnt die Abrissarbeit an einer Ecke der Badewanne.

Ist die Wanne vom Wasserzulauf getrennt und komplett freigelegt, wird der alte Siphon behutsam mit einer Rohrzange oder einem entsprechenden Schraubenschlüssel von der Wannenkonstruktion und der Abflussleitung abgeschraubt.

Ebenfalls ist der Wannenüberlauf zu demontieren. Sofern dieser mit dem Siphon verbunden ist, wird das Überlaufrohr mit einer Zange fixiert und die Rosette mit den Griffen einer Flachzange gelöst.
Nach Entsorgung der alten Wanne wird der Standplatz für die neue Wanne gereinigt und leicht angefeuchtet. Dann wird ein Sand-Zement-Mörtel in zwei dicken Streifen aufgetragen.
Bei der Installation von Guss- und Stahlwannen muss jetzt ein Fachmann hinzugezogen werden. Dieser erdet die Wanne mit einem starken Kupferdraht an der Wasserleitung. Der sogenannte Erdungsdraht befindet sich zwischen den Mörtelstreifen.

Montage des Hartschaumunterbaus

Bevor der Unterbau aus Hartschaum auf das Mörtelbett gesetzt wird, muss er präpariert werden. Der Verlauf der Abwasserleitung wird angezeichnet und mit einem Fuchsschwanz ausgeschnitten – hier gilt es, genau zu arbeiten.
Ebenfalls besteht die Möglichkeit, durch geplante Zuschnitte an der Unterseite des Hartschaumelementes Bodenunebenheiten auszugleichen.

Steht der Unterbau auf den Mörtelstreifen, wird er kräftig angedrückt und mithilfe einer Wasserwaage sowie durch vorsichtiges Drücken oder leichtes Klopfen ausgerichtet.

Nun wird die Reinigungstür angebracht, die Sichtflächen werden gefliest und verfugt und eine neue Ab- und Überlaufgarnitur aus Kunststoff wird exakt in den entsprechenden Aussparungen platziert sowie an das Abflussrohr angeschlossen.

Nun kann „die Neue" kommen

Alle Vorarbeiten sind erledigt und die neue Wanne kann vorsichtig in den Unterbau eingelegt und mit diesem verbunden werden. Hierzu werden Ablaufventil und Überlaufrosette mit einer Schraube am Unterbau befestigt und angeschlossen. Das Ablaufventil muss dazu abgedichtet werden.

Sind alle Anschlussarbeiten erledigt, geht es an die Schönheitskorrekturen: Die Reinigungstür wird mit Fliesen belegt und die Wandanschlussfugen werden mit dauerelastischem Silikon geschlossen.

Und dann heißt es nur noch: Wasser einlassen und entspannen.