- © Fotos: Rubner Haus
Gesund, schnell errichtet und nachhaltig: Der Trend zum Holzhaus ist irgendwie logisch. | © Fotos: Rubner Haus

„Das hält 200 Jahre!“

Bauen und Wohnen mit Holz ist wohngesund, ökologisch und vermittelt mehr als jedes andere Baumaterial das Gefühl von Behaglichkeit.

Es riecht gut – doch das ist nur ein Nebenaspekt und dürfte kaum ausschlaggebend für die Entscheidung sein. Wer ein Holzhaus baut, schätzt andere Vorteile weit mehr: Beispielsweise das natürliche Material und die kurze Bauzeit. Er weiß: Bauen und Wohnen mit Holz ist wohngesund, ökologisch und vermittelt mehr als jedes andere Baumaterial das Gefühl von Behaglichkeit. Ein weiterer Pluspunkt ist die jahrtausendalte Erfahrung. Im Schwäbischen fand man Reste einer Siedlung, die fast 3 000 Jahre vor Beginn der Zeitrechnung gestanden haben muss, natürlich aus Holzbauten. Auch im Spreewald oder in der Lausitz gibt es hölzerne Zeitzeugen. Bei ihnen kann man die ursprüngliche Bauweise noch gut erkennen – es ist die Blockbauweise, und zwar als Umgebinde. Das heißt, zunächst wurde die Blockstube als Wohnraum errichtet, daneben der – meist aus Feldsteinen gemauerte – Wirtschaftsbereich. Auf beide kamen dann Balken, verbunden mit Holzsäulen – das, was man als Fachwerkbau kennt. Das Besondere: Die Blockstube ist statisch unabhängig vom Rest des Gebäudes, sozusagen ein Haus im Haus.

AUF DAS RAL-GÜTEZEICHEN ACHTEN

Wer sich echte oder original nachgebaute Umgebindehäuser ansehen möchte, kann das beispielsweise im Freilandmuseum Lehde im Spreewald. Wer selbst bauen möchte: Es gibt moderne Blockhäuser. Wichtig sei, bei der Wahl des Anbieters auf das RAL-Gütezeichen zu achten, sagt Michael Kümpfbeck, Geschäftsführer des Deutschen Massivholz- und Blockhausverbandes (DMBV). Dieses Gütezeichen werde nur an solche Hausanbieter verliehen, die sich einer konsequenten Eigen- und Fremdüberwachung bei der Herstellung und Montage der Häuser unterziehen würden. „Darüber hinaus sollten sich Bauinteressenten im genauen Anbietervergleich durchaus auch mal die Produktionsstätten der einzelnen Firmen anschauen", rät Michael Kümpfbeck. Er versichert, dass der Verband zudem „sehr auf das Marktverhalten seiner Mitgliedsunternehmen achtet", sprich: seriös und fair mit der Bauherrschaft umgegangen wird. Interessant: Blockhäuser entsprechen sogar dem hohen Passivhaus-Standard. Mit einem Blower-Door- Test wurde die ausgezeichnete Dichtigkeit der gesamten Haushülle eines solchen Gütezeichen- Blockhauses festgestellt und mit Messungen der Holzfeuchte die einwandfreie Konstruktion belegt. Fachleute versicherten: „Dieses Haus wird locker 200 Jahre alt."

DIE HOLZ-FAVORITEN IM ÜBERBLICK

Der Ursprung von allen ist das Blockhaus. Es wird errichtet in massiver Holzbauweise mit Vierkantbohlen oder als Rundstammhaus. Das Fachwerkhaus ist ein Skelettbau aus Holz, bei dem die Zwischenräume mit Mauerwerk ausgefüllt sind. Fertighaus-Anbieter haben die Holzständerbauweise übernommen und bieten verschiedene –immer vorgefertigte – Füllungen an. Die Holztafelbauweise ist eine moderne Bauform im Fertighausbau. Hier wird alles komplett in der Halle des Herstellers vorgefertigt und die Holztafelwände dann vor Ort zusammengesetzt. Das Material ist ideal dafür, es lässt sich leicht und millimetergenau bearbeiten.

WEITERE VORTEILE

Holz kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder nach außen abgeben. Deshalb spricht man auch „vom atmenden Haus" und wegen der Regulierung der Raumluftfeuchtigkeit und -temperatur auch von einem wohngesunden Klima. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff – und in Deutschland wächst mehr nach, als verarbeitet wird. Holz ist leicht und elastisch, aber doch widerstandsfähig, wärmedämmend und formstabil. „Wer sich heute also für den Kauf eines Holzhauses entscheidet, muss sich nicht mehr mit Fertighäusern von der Stange zufriedengeben", sagt Werner Volgger, Vertriebsleiter bei Rubner Haus. „Kompetente Partner bieten passgenaue, flexible Planung und maßgeschneiderte Lösungen auch für ausgefallene Wünsche." (HK)

Als offizielles Merkmal für hochwertigen Massivholz- und Blockhausbau gibt es das RAL-Gütezeichen Nummer 402/1 und 402/2 für Blockhausbau. Das RAL-Zeichen wird von der vom Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. anerkannten Gütegemeinschaft Blockhausbau e.V. an ihre Mitglieder verliehen. Voraussetzung dafür ist eine konsequente Eigen- und Fremdüberwachung. Weitere Informationen gibt es beim Deutschen Massivhaus- und Blockhausverband. www.blockhausverband.de und www.dmbv.de (HK)