Bodenplatte im Winter gießen?

Das Fundament des Hauses

Der Frischbeton wird über einen Schlauch direkt auf die Bewehrung gegossen. - © zdshooter - Fotolia.com
Der Frischbeton wird über einen Schlauch direkt auf die Bewehrung gegossen. (© zdshooter - Fotolia.com)

Generell ist vom Gießen einer Bodenplatte im Winter, vor allem bei Frost, abzuraten. Bei dem bisher sehr milden Winter stehen die Zeichen für einen Hausbau jedoch sehr günstig.

Zum Bauen im Winter gibt es verschiedene Meinungen. Im Allgemeinen gilt, dass der Bau im Winter besser austrocknen kann, da die Luft weniger gesättigt ist. Jedoch sollten auf jeden Fall die Außentemperaturen noch im Plusbereich sein.

Damit die Bodenplatte gegossen werden kann, muss der Boden frostfrei sein. Auch sollte der Untergrund nicht durchweicht sein. Es sollten mindestens +5°C herrschen und das auch beständig für mehrere aufeinanderfolgende Tage lang. Ist dies sichergestellt, spricht nichts gegen den Baubeginn.

Vorbereitung

Während man bei Fundamenten für den Gartenbereich, wie z.B bei einer Terrasse, sämtliche Berechnungen auch selbst durchführen kann, sollte bei der Bodenplatte eines Hauses unbedingt ein Statiker hinzugezogen werden. Dieser übernimmt die Berechnung für die Ausführung der Bodenplatte, wie z.B. die Dicke, die Betonfestigkeitsklasse sowie die Lage und Beschaffenheit der Bewehrung.

Bewehrung und Betonierung der Bodenplatte

Die Grundlage der Bodenplatte bildet ein sogenanntes Streifenfundament. Dabei wird das Fundament mit vielen Baustahlmatten ausgelegt, die auftretende Zuglasten aufnehmen und eine feste Verbindung mit dem Beton eingehen. Nachdem die Bewehrung aus Baustahl ausgelegt ist, wird der Beton hinzugegossen.

Auch für das Gießen des Betons ist die Außentemperatur enorm wichtig. Die Temperatur des Frischbetons darf ebenfalls nie unter +5 °C sinken. Beim Bau im Winter empfiehlt sich eine höhere Zementgüte bzw. ein höherer Zementgehalt. Das Heizen der Schalung und eine Wärmeisolierung der Schalung können helfen, die Temperatur konstant zu halten.

Des Weiteren muss der Beton überall blasenfrei sein. Damit er sich mit dem Bewehrungsstahl gut verbinden kann, muss der Stahl frei von Fetten, Ölen und losem Rost sein.

Ist die Bodenplatte gegossen, sollte sie einige Tage aushärten. Dazu sollten auch weiterhin die Temperaturen über +5 °C liegen, damit keine Risse entstehen.

Nachdem die Bodenplatte noch einmal von einem Fachmann überprüft wurde, kann mit dem Rohbau begonnen werden.