Schnecken: Gefräßige Gartenbewohner

Wenn der Boden nur etwas wärmer ist, werden auch unliebsame Weichtiere nicht lange auf sich warten lassen. Zur Abwehr und wenn nötig auch zur Bekämpfung von Schnecken bieten sich je nach Schneckenart und -zahl unterschiedliche Maßnahmen an.

Bei der Bekämpfung von Schnecken sollte man vorsichtig sein, denn es gibt auch geschützte Arten. - © Simone - Fotolia.com
Bei der Bekämpfung von Schnecken sollte man vorsichtig sein, denn es gibt auch geschützte Arten. (© Simone - Fotolia.com)

Lästige Gartenbewohner

Zeigen sich im Garten grauschwarze, etwa zwei Zentimeter lange Exemplare, dann sollten die Alarmglocken schellen. Dort, wo sich die sogenannten Ackerschnecken häuslich eingerichtet haben, sind sie so schnell nicht wegzubekommen. Kaum ist der Boden frei von Frost, kriechen sie aus ihrem Winterquartier und machen sich gnadenlos über die Jungpflanzen her.

Ebenso gefräßig, aber bis zu acht Zentimeter größer als die Ackerschnecke ist die Spanische Wegschnecke. Dieses rot bis braun gefärbte Weichtier ist überaus robust gegen lang anhaltende Trockenheit und hat wegen ihres bitteren Aromas dazu nur wenige natürliche Fressfeinde.

Auch wenn die Rote Wegschnecke der spanischen Verwandtschaft äußerst ähnlich sieht, wird sie aufgrund ihrer Seltenheit nur wenig Probleme bereiten.

Harmlose und geschützte Exemplare

Wer Tigerschnecken zwischen den Beeten entdeckt – der Name beschreibt das Äußere, der kann unbesorgt sein. Im Gegensatz zu anderen Schneckenarten interessieren sie sich nicht für frisches Grün; lediglich totes Pflanzenmaterial dient der Tigerschnecke als Nahrungsquelle. Sie ist also kein Schädling, sondern vielmehr ein Nützling.

Auch wer Weinbergschnecken im Garten entdeckt, sollte sich in puncto Schneckenbekämpfung zurückhalten, denn Weinbergschnecken stehen unter Naturschutz. Hier gilt: absammeln ja; töten nein.

Artenspezifische Gartenschutzmaßnahmen

Für all jene, für die das Absammeln oder gar Zerschneiden von Schnecken Abscheu hervorruft, gibt es weitere Methoden gegen Acker- und Wegschnecken vorzugehen.

Der Schutz mittels Schneckenzäunen macht Sinn, wenn Wegschnecken und Schnecken mit Hausanbau ferngehalten werden sollen. Der gewölbte Falz dieser Zäune stellt für diese Exemplare ein unüberwindbares Hindernis dar.

Sollten bereits Schnecken innerhalb des „Schutzgebietes" leben – so zum Beispiel Ackerschnecken – dann können diese mit Hilfe von Bierfallen gefangen werden.
Müssen voraussichtlich härte Geschütze aufgefahren werden, dann ist es sinnvoll, bereits jetzt Schneckenkorn auszubringen.

Bekämpfung mit Schneckenkorn


Der Handel bietet Schneckenkorn mit unterschiedlichen Wirkstoffen an.

Schneckenkorn auf Eisen-II-Phosphat-Basis ist die mildeste Variante. Sogenanntes Ferramol ist universell einsetzbar und schadet weder Mensch noch Nützling. Damit es effektiv wirken kann, sollte es jedoch nicht zu sparsam gestreut werden.

Dagegen darf Schneckenkorn, das die Wirkstoffe Metaldehyd oder Methiocarb enthält, nur für diverse Kohlarten, Salat und Spinat sowie zum Schutz von Erdbeeren und Zierpflanzen verwendet werden.

Während nach dem Ausbringen von Schneckenkorn auf Metaldehydbasis gleich geerntet werden kann, ist bei Methiocarbprodukten mindestens zwei Wochen Wartezeit einzuhalten – und das nicht ohne Grund, denn nervenlähmendes Methiocarb ist auch für andere Tiere nicht ganz ungefährlich. Auch bei der Verwendung metaldehydhaltiger Substanzen ist Vorsicht geboten, wenn die Gefahr besteht, dass Hunde damit in Kontakt kommen. Im Gegensatz zu anderen Tieren vertragen diese die orale Einnahme nur bedingt.