Dresden fördert Abbau von Barrieren

Mit dem Programm „Lieblingsplätze für alle“ unterstützt die Stadt Umbaumaßnahmen. Wer in den Genuss von Fördergeldern kommen möchte, sollte nicht zu lange warten.

Menschen mit körperlichen Einschränkungen, aber auch für Eltern mit Kinderwagen oder Seniorinnen und Senioren mit Rollatoren stoßen im Alltag noch zu oft auf Hindernisse, die ihnen die Teilhabe am öffentlichen Leben erschweren oder gar nicht erst ermöglichen. Mit ihrem Investitionsprogramm „Lieblingsplätze für alle“ möchte die Stadt Dresden helfen, solche Barrieren fallen zu lassen.

Für das Programm stellt das Staatsministerium für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt der Landeshauptstadt auch für das Jahr 2023 wieder Fördermittel in Höhe von rund 380.000 Euro zur Verfügung. Verwendet werden kann das Geld beispielsweise für den Bau barrierefreier Zugänge von Gebäuden, für rollstuhlgerechte Umbauten von Fahrzeugen oder für Blindenleitsysteme und Höranlagen. Vorschläge für entsprechende Projekte nimmt das Amt für Stadtplanung und Mobilität bis zum 31. Dezember 2022 entgegen. Alle Informationen zum Programm und das Online-Formular für Projektanträge gibt es unter www.dresden.de/barrierefrei-bauen

Wer kann sich bei „Lieblingsplätze für alle“ bewerben?

Projekte in den Bereichen Sport, Kultur, Freizeit, Gastronomie, Soziales, Bildung und Gesundheit können durch das Investitionsprogramm finanzielle Unterstützung erhalten. Dabei ist eine Förderung von bis zu 25.000 Euro pro Einzelmaßnahme möglich. Bewerben können sich aber auch Eigentümer, Mieter, Pächter und Betreiber von öffentlich zugänglichen Gebäuden und Objekten oder Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten einer ambulanten Praxis.

Mit Hilfe der vom Freistaat Sachsen bereitgestellten Mittel konnten im Jahr 2022 in Dresen 23 Projekte für mehr Barrierefreiheit umgesetzt werden. Ideen für insgesamt 32 Projekte waren beim Amt für Stadtplanung und Mobilität eingegangen. Neben klassischen Projekten wie der Installation von Rampen oder Treppenliften gab es auch Entwürfe, um verschiedene öffentliche Bereiche für Menschen mit Seh-, Hör- oder Lernbeeinträchtigungen besser erlebbar zu gestalten. Beispielhaft dafür steht das Blindenleitsystem im Schwimmsportkomplex Freiberger Platz. Neben dem Umbau von verschiedenen Taxen wird ein Betreiber von Carsharing-Angeboten zwei Fahrzeuge seiner Flotte für Rollstuhlfahrer umrüsten.