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Donnerstag, 8. Juli 2010
Vor dem Kauf eines alten Stadthauses sollten einige Sachverhalte bedacht werden. Mehrgeschossige Wohnhäuser innerhalb der Stadt, die vor dem Ersten Weltkrieg und in der Zwischenkriegszeit gebaut wurden, weisen oftmals Mängel auf, die ein privater Bauherr nur teilweise beheben kann. Wer solch ein Haus erwerben sowie modernisieren oder umbauen möchte, sollte sich daher im Vorfeld der möglichen Probleme bewusst sein. Insbesondere städtebauliche Mängel lassen sich durch die Initiative eines Privatinvestors kaum oder gar nicht beheben. So sind unter anderem eine unzureichende Besonnung und Belichtung, verstärkte Verkehrs- und Gewerbeemissionen oder ein Mangel an Freiflächen auf die unmittelbare Umgebung des Gebäudes und auf die dichte Bebauung zurückzuführen. Mängel an der Bausubstanz Der Zustand der Bausubstanz solch alter Häuser variiert von Gebäude zu Gebäude. Relativ häufig anzutreffen sind Mängel wie ein feuchtes Keller- und Sockelmauerwerk in Verbindung mit Mauerwerksausblühungen, verfaulte Holzbalken im Bereich des Mauerwerks, eine schadhafte Eindeckung der Dächer, marode Fenster sowie Verwitterungserscheinungen an der Außenfassade. Auch die Installationen und die Innenausstattung an sich sind häufig erneuerungswürdig. So müssen neben der Haustechnik oft auch Wärme- und Schallschutz von Innenwänden und Geschossdecken verbessert werden. Probleme im Innenbereich Raumaufteilung und Raumgrößen der einzelnen Wohnungen entsprechen nur selten den heutigen Standards. Auf der einen Seite gibt es in Höhe und Größe überdimensionierte Räumlichkeiten, auf der anderen zu kleine Zimmer. Dazu ist es oft unmöglich, die Räume innerhalb einer Wohneinheit funktional zuzuordnen. Gerade bei Häusern, in denen es Hauptwohnungen und Dienstbotenwohnungen gibt, ist das oftmals ein Problem. Hier kann es vorkommen, dass es in einer Wohnung eine große Küche, aber dafür kein Badezimmer gibt. So ist es im Zuge einer Modernisierung zumeist unumgänglich, eine Grundrissveränderung vorzunehmen. Vor allen Dingen das Versetzen tragender Wände sowie die Integration von Sanitärräumen kann jedoch sehr kostenintensiv sein. |
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