sz-immoratgeber: bauen & ausbauen
"klimaausgleichende baumaterialien"


Donnerstag, 22. Juli 2010


Außenwände in Massivbauweise sind die stabile Gebäudehülle und dürfen deshalb nicht „atmen“. Foto: © myriam spitz mooser - Fotolia.com
Klimaausgleichende Baumaterialien

Die Abführung von Feuchtigkeit über die Außenwände eines Hauses ist ein Mythos.

Beim Hausbau wird heutzutage viel Wert auf den Aspekt Wohngesundheit gelegt. So sollen Wärmeschutzmaßnahmen an den Außenwänden sowie innen angebrachte Wandbekleidungen dem Anspruch eines gesunden Raumklimas Rechnung tragen. Jedoch nicht jedes Bauteil sollte sorptionsfähig sein.

Feuchtigkeit muss abgeführt werden

Innerhalb von Wohngebäuden entsteht ein gewisser Feuchtigkeitsgehalt, der durch den Menschen selbst, Zimmerpflanzen sowie Aktivitäten in Bad und Küche verursacht wird. Diese Feuchtigkeit muss durch Lüften abgeführt werden.

Ein geringer Anteil der Feuchtigkeit wird zunächst über die Oberflächen der raumumschließenden Bauteile und Einrichtungsgegenstände aufgenommen und erst später wieder abgegeben. Dadurch entsteht innerhalb eines Wohnhauses eine klimaausgleichende, puffernde Wirkung.

Wandatmung ja, aber nicht im Außenbereich

In diesem Zusammenhang wird häufig von atmungsaktiven Wänden gesprochen, was jedoch weder korrekt noch sinnvoll ist – Außenwände in Massivbauweise können und sollen nicht „atmen“. Sie stellen die schützende Gebäudehülle dar und müssen daher winddicht ausgeführt werden; lediglich ein minimaler Austausch von Luft und Wasserdampf ist hier akzeptabel.

Hier ist die Sorptionsfähigkeit erwünscht

Dagegen ist die Sorptionsfähigkeit entsprechender innen liegender Oberflächen durchaus erwünscht. Textilien und offenporige Materialien wie Holz, Lehm, Kalk, Gips und Ziegel stellen eine Art Zwischenspeicher bei einem starken Feuchtigkeitsvorkommen dar und sorgen somit für ein angenehmes Raumklima.







sz-immo.de bookmarken bei... ...deli.cio.us! ...Mister Wong! ...folkd.com!