Donnerstag, 8. Juli 2010


Unverzichtbar im Sommer: das Gießen im Garten. Foto: © Falko Matte - Fotolia.com
Effizient gießen

Die Wasserversorgung von Rosen, Bohnen und Co. muss nicht teuer sein.

Die Sonne zeigt sich seit einiger Zeit von ihrer schönsten Seite. Doch was dem Urlauber gerade recht ist, geht der Pflanzenpracht an die Substanz. Wer jetzt nicht regelmäßig den Garten bewässert, wird weder Obst und Gemüse ernten, noch lange Freude an grünen Rasenflächen und bunten Blumen haben. Doch keine Bange: Wenn ein paar einfache Regeln beherzt werden, dann kann auch in puncto Bewässerung gespart werden.

Punkt 1: Regenwasser sammeln

Die einfachste Art ökologisch wie ökonomisch mit der Ressource Wasser umzugehen besteht darin, so viel Regenwasser wie möglich zu sammeln. Hierfür bietet der Handel zahlreiche Systeme an – angefangen bei einfachen Auffangbehältern bis hin zu Zisternen, die unauffällig in das Erdreich eingebracht werden können.

Und nicht nur das Thema Sparen spricht für den Einsatz von Regenwasser. Regenwasser ist das Non-Plus-Ultra für jede Gartenpflanze: Es ist weniger kalkhaltig und wärmer als Leitungswasser.

Punkt 2: Bei Bedarf gießen

Wenn die Pflanzen welk ihre Blätter hängen lassen, dann ist es höchste Zeit Gießkanne oder Gartenschlauch zu zücken. Ist der Boden jedoch in etwa drei Zentimeter Tiefe noch feucht, muss noch nicht gegossen werden.

Punkt 3: „Richtig“ gießen

Aber nicht nur der richtige Zeitpunkt ist hier vordergründig, sondern auch die Bewässerungsmethode: So ist es sinnvoller in regelmäßigen Abständen großzügig zu bewässern, anstatt mehrfach oberflächlich. Jedoch sollte eine „Überschwemmung“ vermieden werden. Damit der Boden das Wasser optimal aufnehmen kann, muss so gegossen werden, dass das Wasser langsam einsickern kann.

Punkt 4: Den Mutterboden schützen

Insbesondere in Blumenrabatten sowie rings um Bäume und Sträucher bietet es sich an, den Boden mit organischen Substanzen zu mulchen. Eine dünne Schicht aus Mulch – zum Beispiel in Form von gehäckseltem Gehölzschnitt, Rasenschnitt oder Laub – unterdrückt nicht nur das Wachstum von Unkraut, sondern speichert auch Feuchtigkeit und verlangsamt dazu die Wasserverdunstung der Pflanzerde. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, „nackte“ Bodenbereiche mit Bodendeckern zu bepflanzen. Auch diese hemmen die Wasserverdunstung des Mutterbodens.

Punkt 5: Nicht mehr gießen als nötig

Bewässern heißt nicht gleich Regen nachahmen: Gepflasterte Wege und Terrassen können ruhig ausgespart werden, wenn es um den Großeinsatz Gießen geht. Ebenfalls sollte darauf geachtet werden, dass die einzelnen Gewächse gezielt bewässert werden. Hier bietet es sich an, einen kleinen Graben um „pflanzliche Solisten“ zu ziehen – das Wasser kann sich darin sammeln und gelangt so schneller zu den Wurzeln. Erst wenn sich das Blattwerk von Nachbarpflanzen berührt, sollte großflächig bewässert werden.







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