|
|
|
|
|
|||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
|||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
|||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
|||||||||||||||||||||||
|
|
|
Donnerstag, 3. Juni 2010
Spinnmilben vermehren sich in kurzer Zeit massenhaft und saugen die Pflanzen regelrecht leer. Wenn Pflanzen gerade jetzt, wo es wärmer wird, übermäßig viele Blätter abwerfen, muss das nicht an einem Nährstoffmangel oder an einem ungünstigen Standort liegen. Oftmals ist der Blattverlust auf einen Befall von Spinnmilben zurückzuführen. Diese aggressiven Schädlinge lieben ein warmes und trockenes Klima und – was viel schlimmer ist – saftiges Grün. Da Spinnmilben insbesondere trockene Plätze suchen, heißt die erste Abwehrdevise Feuchtigkeit. Durch Mulchen sowie regelmäßiges Gießen und Befeuchten wird es den Schädlingen so unangenehm wie möglich gemacht. Dazu können besonders anfällige Gewächse wie Bohnen, Gurken und Kübelpflanzen vorbeugend mit einem Niemkonzentrat, mit Brennnesseljauche oder Gesteinsmehl gestärkt werden. Erste Anzeichen für einen Befall Die meist roten Spinnentiere ernähren sich von Pflanzensaft, den sie aus den Epidermiszellen der Blätter saugen. Da sie mit einer Größe von gerade 0,5 Millimetern extrem klein sind, wird ein Befall oft erst zu spät bemerkt. Ist eine Pflanze von Spinnmilben befallen, so verfärben sich zunächst die Blätter: Durch das Saugen der Schädlinge dringt Luft in die Blattadern; sie schimmern dann gelblich-weiß bis silbrig. Auf der Blattoberseite zeigen sich feine, helle Punkte. Im weiteren Verlauf verfärbt sich das Blattwerk grau-braun, trocknet ein und fällt ab. Daneben befallen die Spinnentiere die Triebspitzen. Durch das Saugen an den Trieben können junge Blätter und Äste erst gar nicht wachsen; sie sterben sofort ab. Ein Indiz hierfür sind schwarze Rückstände an den Triebspitzen. Auf Spurensuche Spinnmilben besiedeln zunächst die Blattunterseite und Neutriebe der Pflanzen. Da die Schädlinge winzig sind, empfiehlt sich bei Verdacht die Kontrolle mit einer Lupe bei guter Ausleuchtung. Außerdem erzeugen Spinnmilben feine Gespinste. Diese können mittels Wassernebel sichtbar gemacht werden. Sind Gespinste und Milben ohne Hilfsmittel sichtbar, dann ist es meist schon zu spät für Gegenmaßnahmen. Zum einen ist die Schädlingsbekämpfung oft mühsam und langwierig; zum anderen ist die Pflanze mitunter nicht mehr lebensfähig. Hilfe für Gurken, Bohnen und Co. Sobald ein Spinnmilbenbefall festgestellt wird, muss gehandelt werden. Zunächst sollte die entsprechende Pflanze gründlich abgeduscht werden – auch die Blattunterseiten dürfen nicht ausgespart werden. Bei Kübelpflanzen empfiehlt sich die Behandlung mit einem möglichst harten Wasserstrahl in der Wanne; bei allen anderen Gewächsen das Abspritzen mit einem Gartenschlauch. Auf diese Weise wird ein Großteil der lästigen Sauger weggeschwemmt. Der oberflächlichen mechanischen Reinigung sollte eine Spritzmittelkur folgen. Besonders effektiv sind hier systemisch wirkende Präparate, welche die Pflanze über die Blätter aufnimmt. Die Pflanze ist dadurch für einen gewissen Zeitraum giftig. Ebenfalls wirksam sind nützlingsschonende Spritzmittel aus natürlichen Fettsäuren mit Kaliumsalzen. Einige Pflanzen können auch mit ölhaltigen Mitteln behandelt werden. Da solche Präparate jedoch nicht nur die Atemorgane der Spinnmilben verkleben, sondern auch die Blätter an sich, sollten sie lediglich bei sehr robusten, hartlaubigen Gewächsen verwendet werden. Auch die Natur bietet das ein oder andere Insektizid an: Ein Sud aus gepressten Samen des indischen Niembaums wirkt nicht nur vorbeugend, sondern kann ebenfalls zur Bekämpfung eingesetzt werden. Darüber hinaus sind Schachtelhalmbrühe und ein Sud aus Wasser und Nikotin geeignete Spritzmittel. Ebenfalls lassen sich Spinnmilben durch den Einsatz von Raubmilben bekämpfen. Eine Behandlung reicht nicht aus Nicht nur die ausgewachsenen Spinnmilben, sondern auch deren Larven und Eier müssen vollständig beseitigt werden. Die meisten Mittel wirken jedoch nur gegen einzelne Formen der Spinnmilbenpopulation. Deshalb ist es besonders wichtig, die Behandlung mit entsprechenden Insektiziden zu wiederholen. Die befallene Pflanze sollte über einen Zeitraum von sechs Wochen einmal wöchentlich gereinigt und gespritzt werden. Auf diese Weise werden die Schädlinge bis zum letzten schlüpfenden Spinnentier abgetötet. Die regelmäßige Anwendung verhindert außerdem, dass die Milben in der Zwischenzeit die Geschlechtsreife erlangen und weitere Eier legen. Wird eine Kur zu früh abgebrochen, besteht nicht nur das Risiko eines erneuten Befalls, sondern auch die Gefahr, dass die Spinnmilben sich auf das Insektizid einstellen – sie werden resistent. Aus diesem Grund empfiehlt sich auch eine Behandlung mit unterschiedlichen Spritzmitteln. |
|