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Donnerstag, 27. Mai 2010
Bei einem Blattlausbefall heißt es in der Regel: Ruhe bewahren. Vor allen Dingen Blattläuse laben sich gern an saftigen Trieben. Doch Gartenliebhaber können diese schützen, indem sie vorbeugende Maßnahmen ergreifen. In erster Linie muss sich eine Pflanze rundum wohlfühlen, also entsprechend versorgt sein; dann kann ihr auch eine Laus nicht allzu schnell etwas anhaben. Ein ausgewogener Nährboden bildet die Grundlage für eine starke Zellstruktur. Sowohl Unter- als auch Überversorgung wirken sich dagegen negativ auf die Pflanzeneigenschaften aus: Pflanzen, die zu schnell wachsen, bilden ebenso weiche Zellwände aus wie solche, die vor sich hinwelken. Solche Pflanzen sind für Blattläuse leichte Beute. Was tun bei leichtem Befall? Bei einem leichten Blattlausbefall sollte nicht gleich die chemische Keule Anwendung finden. Zumeist reicht es, den Großteil der Läuse von den Triebspitzen der Pflanzen abzustreifen und abzuwarten; denn Läuse haben genügend Fressfeinde, die sich der Sache sicher annehmen werden. Florfliegenlarve, Marienkäferlarve und Marienkäfer räumen gründlich auf, wenn sie entsprechend Zeit haben, sich zu etablieren. In einem „gesunden“ Garten wird sich das Gleichgewicht zwischen Schädlingen und Nützlingen ohne weiteres Zutun einpendeln. Eine Invasion: was nun? Wenn sich trotz zahlreicher Schädlinge keine Nützlinge im Garten niederlassen und der Blattlausbefall zu einer regelrechten Blattlausplage wird, muss gehandelt werden. Im Fachhandel gibt es mehr und minder aggressive Mittel, die gespritzt werden können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, selbst einen Sud anzusetzen. Von der Anwendung pyrethrumhaltiger Mittel, die wie ein Nervengift wirken, ist abzuraten. Eine Spritzung würde auch für den ein oder anderen Nützling das Ende bedeuten. Für andere Tiere ungefährlich ist dagegen reines Neem-Öl oder selbst angemischte Seifenlauge aus Wasser, Schmierseife und Brennspiritus. Keine Stelle auslassen Bei der Behandlung mit dem entsprechenden Mittel ist darauf zu achten, dass das Blattwerk komplett gespritzt wird, denn Läuse halten sich auch gern auf der Blattunterseite auf. Neem-Öl muss dazu mehrfach angewendet werden, denn die Schädlinge nehmen dieses Mittel mit der Nahrung auf, sodass Eier und Larven zunächst verschont bleiben. |
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