sz-immoratgeber: energie
"energiesparhäuser - teil 2"


Der Ratgeber Energie wird Ihnen präsentiert von: DREWAG

Donnerstag, 10. Juni 2010


Drei-Liter-Haus: pro Quadratmeter und Jahr wird nur soviel Energie verbraucht, wie in 3 Litern Heizöl enthalten ist. Foto: © Spectral-Design - Fotolia.com
Energiesparhäuser - Teil 2

Wie das 3-Liter-Haus das Niedrigenergiehaus topt.

Liegt der Energiebedarf von Niedrigenergiehäusern bei bis zu 70 kWh Energie pro Quadratmeter und Jahr, spart das 3-Liter-Haus demgegenüber zusätzlich um 50 % Energie ein. Damit verbraucht es nur 1/3 der Energie von herkömmlichen Häusern und das mit geringem Aufwand.

Drei-Liter-Häuser sind Ultra-Niedrigenergiegebäude, die pro Quadratmeter und Jahr nur soviel Energie verbrauchen, wie in 3 Litern Heizöl enthalten ist. Das heißt, dass nur ca. 30 kWh Energie pro Quadratmeter und Jahr verbraucht werden. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik hat das 3-Liter-Haus Ende der 1990er Jahre entwickelt und den Namen schützen lassen.

Was das 3-Liter-Haus ausmacht

Die Komponenten bei einem 3-Liter-Haus sind dieselben wie bei den Niedrigenergiehäusern. Es wird nach dem Prinzip der optimalen Dämmung, Dichtung und Lüftung gebaut. Allerdings weist die Verarbeitung des Materials einen noch höheren Standard auf. Die Dämmung der Außenwände beträgt demnach 45 cm und ist dreimal so dick wie bei einem Niedrigenergiehaus.

Decken, Keller und das Dach müssen ebenfalls sehr gut gedämmt sein. Wärmebrücken werden vollständig vermieden. Außerdem werden 3-fach-Wärmeschutzscheiben und wärmedämmende Fensterrahmen verarbeitet. Eine energieeffiziente Heizung, eine solarthermische Anlage für Warmwasser und zur Aufheizung der Zuluft und Wärmepumpen sorgen für die Energieersparnis.

Die vier Energiezyklen

Im Sonnenzyklus wird das Haus durch die Südverglasung direkt aufgewärmt. Zuerst werden Fußböden und die Innenwände warm und dadurch auch indirekt die Raumluft. Über die Komfortlüftung wird diese Wärme im ganzen Haus verteilt.

Der Pufferspeicher wird dann eingesetzt, wenn die direkte Sonneneinstrahlung fehlt und die Außentemperaturen so tief, dass geheizt werden muss. Über das Wärmeverteilsystem wird die gespeicherte Energie von Sonnentagen über Niedertemperaturheizkörper, die Fußboden- oder Wandheizung verbraucht. Der Pufferspeicher liefert auch das Warmwasser für Küche und Bad.

Damit die Luft im Haus zirkulieren kann, ist die Komfortlüftung ständig im Einsatz. Über einen Wärmetauscher wird die warme Luft aus Räumen mit hoher Luftbelastung wie z.B. das Wohnzimmer oder das Bad nach draußen befördert.

Frische Luft gelangt hingegen in Räume, die einer hohen Luftqualität bedürfen wie das Kinder- oder das Schlafzimmer. An besonders kalten Tagen wird die Außenluft über einen Erdwärmetauscher vorgewärmt.

Wenn mehrere kühle Tage aufeinanderfolgen, dann muss auch das 3-Liter-Haus konventionell erwärmt werden. Ist eine Öl- oder Gasheizung bzw. eine Wärmepumpe vorhanden, verbraucht das 3-Liter-Haus genauso viel wie herkömmliche Häuser. Durch die Komfortlüftung wird die Wärme im Haus verteilt. Für Einfamilienhäuser eignen sich aber auch Kachelöfen und Pelletöfen.







sz-immo.de bookmarken bei... ...deli.cio.us! ...Mister Wong! ...folkd.com!