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Freitag, 2. November 2012

Dresden: Keine Wohnungsnot in Sicht

Frank Schütze

Obwohl die sächsische Landeshauptstadt teilweise ein beachtliches Bevölkerungswachstum aufweist, können die Mitglieder des Immobilienverbandes Deutschland Mitte-Ost (IVD Mitte-Ost) für Dresden derzeit keine Tendenz für einen möglichen Wohnungsmangel erkennen.

„Lediglich in ausgewählten Toplagen kann momentan nicht immer die wachsende Nachfrage bedient werden. Dies führt folgerichtig zu Preissteigerungen in diesem Segment“, erklärt Karl-Heinz Weiss, Regionalvorsitzender des IVD Mitte-Ost. Eine generelle Preissteigerung sieht der Immobilienexperte nicht: „Befürchtungen, dass das Wohnungsangebot in Dresden aufgrund des Bevölkerungswachstums nicht mehr die Nachfrage bedienen könne, erteilen wir eine klare Absage.“

Diese Einschätzung gilt im Übrigen generell für Mitteldeutschland. Zwar geht aus dem aktuellen Immobilienpreisspiegel des IVD Mitte-Ost hervor, dass sich Immobilien sowohl bei Eigennutzern als auch bei Kapitalanlegern wachsender Beliebtheit erfreuen und sich diese Tendenz aufgrund der Turbulenzen rund um den Euro weiter verstärken wird. Jedoch haben alle Großstädte in den Bundesländern Sachsen sowie Sachsen-Anhalt und damit auch Dresden ausreichend Leerstand, um den benötigten Wohnraum zur Verfügung zu stellen. „Daran ändert auch der momentan in Dresden zu sehende Abriss von zum Teil unsanierten beziehungsweise unwirtschaftlichen Wohnblöcken nichts“, so Weiss. Vielmehr werde auf diese Weise die Wohnqualität in den Quartieren erhöht und ausreichend Raum für wichtige Neubauprojekte geschaffen, die den aktuellen Ansprüchen an Wohnraum Rechnung tragen. In Zukunft komme es also vielmehr darauf an, dass Investoren und die Stadtverwaltung gleichermaßen mit durchdachten Maßnahmen den Wohnungsmarkt in den kommenden Jahren gestalten.

Mietpreis im Osten günstiger

Für eine Betrachtung mit Augenmaß sprechen sich die Verbandsmitglieder auch beim Thema Mietpreissteigerung aus. Weiss: „In Sachsen und Sachsen-Anhalt verzeichnen die Großstädte zwar Preissteigerungen, allerdings reichen diese teilweise nicht aus, um die Immobilien wirtschaftlich zu betreiben. Zudem liegt der Mietpreis im Durchschnitt weit unter dem Niveau der alten Bundesländer.“ Daran ändert auch der momentane Preisanstieg in Dresdens Spitzenlagen nichts. Höchstpreise werden für Wohnungen am Elbhang und am Neumarkt gezahlt. Die Spitzenwerte erreichen hier etwa acht Euro pro Quadratmeter. Weiss: „Verbunden mit einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung, rechnen wir auch in Zukunft mit steigenden Preisen, die sich trotz alledem unter der allgemeinen Inflationsrate einpegeln werden.“

In der Gesamtschau bewegen sich die Spitzenmieten durchschnittlich zwischen 5,90 Euro und 9,50 Euro pro Quadratmeter. „Wir haben einen stabilen Markt“, so der IVD-Regionalvorsitzende.

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